Heliosklinik Breisach: "Zukunftskonzept" widerspricht Vereinbarung

Veröffentlicht am 17.01.2019 in Kommunalpolitik

Die Kreistagsfraktion und der Kreisvorstand der SPD hatten bereits Mitte Dezember 2018 in einer Pressemitteilung geschrieben, dass sie die Entwicklung des Klinikstandortes Breisach weiter mit großer Sorge sehen. Insbesondere wurde kritisiert, dass die gegenwärtige Planung die Notfallversorgung der Menschen in der Region aufs Spiel setzt.

Der Kreistagsvorlage zum Zukunftskonzept wurde durch die Fraktion zugestimmt, da unsere drei Hauptanliegen (Erhalt des Klinikstandortes, Erhalt der Arbeitsplätze und Erhalt der Notfallversorgung) gesichert schienen. Insbesondere wurde nur unter der Maßgabe zugestimmt, dass das Leistungsangebot „eine effiziente Notfallversorgung, zumindest wochentags tagsüber seitens der Klinik, unter Gewährleistung dieser Versorgung auch in den übrigen Zeiten, insbesondere nachts und am Wochenende, in Räumlichkeiten der Klinik“ umfasst.

Diese Vereinbarung wird nun offenbar mit Füßen getreten. Wenn die Kassenärztliche Vereinigung eine Notfallpraxis ablehnt, muss die Notfallversorgung weiterhin durch die Klinik gewährleistet werden. Im Artikel wird die Geschäftsführerin Frau Palausch mit den Worten zitiert, dass jemand, der Bauchweh hat oder sich den Fuß verstaucht halt nach Freiburg fahren muss. Hierzu drei Anmerkungen:

  1. Der Witz an Notfällen ist, dass sie zeitlich nicht planbar auftreten
  2. Bei einem Notfall braucht ein Mensch schnelle Hilfe und keine Odyssee
  3. Es handelt sich bei den allermeisten Notfallpatienten um medizinische Laien, die Schmerzen haben. Wird von diesen nun ernsthaft erwartet, dass sie selber einschätzen können, ob die plötzlich auftretenden Bauchschmerzen durch Flatulenz („quersitzender Furz“) oder einen akuten Blinddarm, einen Darmverschluss oder andere lebensbedrohliche Zustände verursacht wird? Ob der schmerzenden Fuß verstaucht oder gebrochen ist? Das ist doch absurd.

Wir waren bereit den mühsam errungenen Kompromiss mitzutragen. Wir sind nicht bereit, die Notfallversorgung der Bevölkerung auf's Spiel zu setzen.

Hier ist die Landkreisverwaltung gefordert, die Einhaltung der Vereinbarung durchzusetzen. Eine Klinik, die ganze Abteilungen schließen muss, weil mal zwei Mitarbeiter durch Krankheit ausfallen, sollte ihre Aufstellung überdenken und dies nicht an den Patienten auslassen!

Für die Kreis-SPD: Dr. Birte Könnecke und Dr. Oswald Prucker
Für die Kreistagsfraktion: Reiner Zimmermann

 

 
 

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