„Das ist ein Akt der Solidarität“

Veröffentlicht am 09.04.2019 in Kreisverband

SPD-Kreisverband spricht sich für eine Impfpflicht bei Masern aus

Einstimmig hat sich der Kreisvorstand der SPD Breisgau-Hochschwarzwald bei seiner Sitzung am Mittwoch in Müllheim für eine Impfpflicht bei Masern ausgesprochen. Da es sich um eine hochansteckende Krankheit handele, sei es ein Akt der Solidarität, sich impfen zu lassen.

Erörtert wurde die Frage, ob das Impfen dem Nichtimpfen vorzuziehen sei, vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die Masern jetzt auch im Landkreis ausgebrochen sind, wie die Vorsitzende Birte Könnecke mitteilte. Als promovierte Veterinärin bringt sie ausreichendes medizinisches Grundwissen mit. So verlief die Beratung in einer sehr sachorientierten Atmosphäre.

Festgestellt wurde, dass in der aktuell in den sozialen Medien sehr kontrovers geführten Diskussion nicht nur an sich durchaus ernstzunehmende, hier aber völlig unbegründete Befürchtungen einiger weniger Eltern eine Rolle spielten, sondern eben auch - befördert durch Falschinformationen im Netz - viel Halbwissen, quasireligiöse Voreingenommenheiten und ein Naturfetischismus notorischer Impfgegner. So etwa nach dem Motto: „Der liebe Gott wird‘s schon richten“ oder „Das regelt die Natur von selbst“. Diese falsche Einstellungen sorgten in der Öffentlichkeit für erhebliche Verwirrung, so der Tenor.

Bei Masern könne man nicht aufs Impfen verzichten zeigten sich die SPD-Kreisvorstandsmitglieder überzeugt. Masern sei eine potentiell lebensbedrohliche Krankheit, vor allem für Kleinkinder, die erst mit 12 Monaten geimpft werden können und vorher keinen Schutz haben. Durch Impfen sei sie in der Vergangenheit stark eingeschränkt worden. Durch Impflücken komme es indes immer wieder zu lokalen Krankheitsausbrüchen. Um dies zu verhindern ist eine Impfabdeckung von 95% erforferlich.

Die Gefahr, an einer Impfung zu sterben, sei gegenüber der Schutzwirkung einer Impfung verschwindend gering, hieß es unter Verweis auf entsprechende Dokumentationen in seriösen Medien. Impfen helfe bei hochinfektiösen Krankheiten nachgewiesenermaßen tatsächlich. So sei etwa durch die Schluckimpfung die Kinderlähmung gänzlich ausgerottet worden. Dass nun aber „alte“, längst vergessen geglaubte Krankheiten wieder ausbrechen, habe mit Impfverweigerung zu tun.

Tückisch bei Masern sei, dass die charakteristischen äußeren Merkmale der Krankheit auf der Haut erst nach einer Inkubationszeit von acht bis zehn Tagen hervorträten, die Ansteckungsgefahr aber auch schon vorher gegeben sei, sagte Birte Könnecke. Darauf zurückzuführen ist der Umstand, dass jetzt nur nachweislich geimpfte Kinder in betroffene Schulen gelassen werden. Auch Lehrer müssen eine Immunität gegenüber der Krankheit nachweisen.

Bernd Michaelis

 
 

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