Fastenstreik zu Ende, Forderung bleibt: Fessenheim abschalten

Veröffentlicht am 02.05.2018 in Kreisverband

Gestern haben Gustav Rosa und seine Mitstreiter aus Deutschland und Frankreich ihren einwöchigen Fastenstreik beendet. Die Aktion hat genau das erreicht, was die Mahnwacher erreichen wollten: Sie wollten die Öffentlichkeit auf den Wahnwitz hinweisen, der hinter dem Wiederhochfahren des zweiten Reaktorblocks steht. Die Reaktionen aus beiden Ländern stimmen zuversichtlich.

Am wichtigsten ist wohl, dass sich das Büro von Macron mit einem Brief gemeldet hat. Dieses Schreiben brachte wichtige Neuigkeiten: Bislang galt, dass Fessenheim erst vom Netz geht, wenn der neue Reaktor in Flamanville bereitsteht. Jetzt gilt: Flamanville geht erst ans Netz, wenn Fessenheim still steht. Für uns einerseits ein wichtiges Zeichen, andererseits ist es schon auch ein bisschen das Teufel-Beelzebub-Problem.

Weitere Unterstützung kam aus dem Umweltministerium. In einem ausführlichen Schreiben von Ministerin Schulze wird klargestellt, dass der Schrottreaktor regelmäßig Thema bei bilateralen Konsultationen ist und das dabei sehr klar auf ein zügiges Abschalten gedrungen wird. Auch Gabi Rolland hat die Streikenden besucht und ihre Unterstützung zugesichert.

Wir freuen uns sehr, dass wir Gustav und seine Freunde auch vom Kreisverband und den Ortsvereinen unterstützen konnten. So war die gesamte Veranstaltung auf unseren Namen angemeldet und zusammen haben Gabi Rolland, Rita Schwarzelühr-Sutter, Luisa Boos und Birte Könnecke eine Resolution verfasst, die dann bei großem medialen Interesse auf dem Parteitag in Bruchsal einstimmig verabschiedet wurde. Der Text wurde Gustav noch am selben Tag zugestellt. Darin wird zum einen das Durchhaltevermögen der Breisacher Mahnwacher gewürdigt aber auch betont, dass die Region um Fessenheim durch eine nachhaltige Strukturentwicklung unterstützt werden muss.

Auf der ganz persönlichen Ebene ist es schön, dass viele Genossinnen und Genossen die Streiktruppe mitunter täglich besuchten. Unsere Kreisvorsitzende Birte Könnecke hat extra Brötchen für die Streikenden gebacken, damit die karge Kost von Wasser und Brot erträglicher ist. Auch viele andere kamen zum Teil täglich vorbei und haben Zuspruch und Solidarität gezeigt. Das ist ein wichtiges Zeichen der Unterstützung, denn eine Woche Dauerstreik kann einem sehr lang werden.

Gustav Rosa hat den Streik schön dokumentiert. Sein Tagebuch kann auf der Webseite der SPD Breisach nachgelesen werden. Wollen wir hoffen, dass keine weiteren Aktionen wie diese nötig werden und dass der Schrottreaktor sehr bald abgeschaltet wird.

Oswald Prucker

 
 

Homepage SPD Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald

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