Neue Fessenheim-Initiative

Veröffentlicht am 13.09.2018 in Kreisverband

Im Anschluss an die 386. Montagsmahnwache auf dem Neutorplatz in Breisach trafen sich 45 Atomkraftgegner, die 20 Gruppen und Organisationen aus Deutschland, Frankreich und der Nordschweiz vertreten, in der Bahnhofsgaststätte „Perron“ um über anstehende Aktionen zu diskutieren. Anlass war der immer wieder hinausgezögerte Abschalttermin des Atomkraftwerks Fessenheim.

Diesmal war die Initiative von .ausgestrahlt aus Hamburg ausgegangen. Überraschend die große Anzahl der Teilnehmer - was auch zeigt, wie aktuell diese Thematik - nicht nur in unserer Region - ist. Zur Diskussion standen die Protestformen Demonstration und/oder Menschenkette, wobei sich ein klarer Trend zu letzterer herauskristallisiert hat. Als Vorteile wurden hervorgehoben: Familienfreundlich, holt die Teilnehmer „vor der Haustür“ ab, großflächig, leicht mit einem Event (vom Vereinsfest bis zum Rockkonzert) zu verknüpfen. Obwohl alle Antiatomkundgebungen um das AKW Fessenheim bisher friedlich und gewaltfrei verlaufen sind, sorgt die „Einkesselung“ der Demonstranten in Colmar am 3.10.2009 auch heute noch für einen bitteren Nachgeschmack. Das schreckt Familien mit Kindern eher ab daran teilzunehmen.

André von stop fessenheim alsace stellte ausführlich und leidenschaftlich die französische Sichtweise zum Schließungsprozess dar. Er bestand darauf, zeitnah Druck im Elsass aufzubauen. Proteste auf deutschem Boden würden weder die Präfektur noch Paris beeindrucken.

Bei einem so umfangreichen Informations- und Meinungsaustausch und bei der Vielfalt von Vorschlägen reichte die Zeit nicht mehr aus, um verbindliche Entscheidungen zu treffen. Es wurde vereinbart, dass alle Anwesenden die Eindrücke in ihre Gruppen, Vereine und Organisationen mitnehmen und darüber beraten, wie am besten vorgegangen werden soll.

Einstimmig war der Tenor, nicht locker zu lassen und den Druck auf die EDF zu verstärken, endlich und zeitnah einen verbindlichen Abschalttermin bekannt zu geben.

Weniger Begeisterung fand der Vorschlag, die Verantwortlichen aus Politik und Ämtern in die Protestaktionen mit einzubeziehen, bzw. mit Ihnen zusammenzuarbeiten. [Wir schreiben es trotzdem auf unsere Homepage - die Red.]

Einhellig aber die Aussage: Sollte die EDF - entgegen aller gesetzlicher oder vernunftbezogener Vorgaben und entgegen aller angelaufen Bemühungen zum Aufbau einer neuen Wirtschaftsregion - den Abschalttermin über das Jahr 2019 hinauszögern und im kommenden Frühjahr sogar den Austausch von abgebrannten Brennstäben einleiten, dann wird die Protestbewegung geschlossen Flagge zeigen und neben den friedlichen Protestformen (Mahnwachen, Demonstrationen, Menschenketten usw.) auch vor Blockaden bei Auslieferung und Anlieferung von Brennelementen in Lingen und vor den Toren des Atomkraftwerks Fessenheim nicht zurückschrecken.

Kein ruhiges Dreyeckland, bis das AKW Fessenheim nicht endgültig abgeschaltet ist!

Gustav Rosa ::: SPD-Breisach

 
 

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