01.05.2020 in Ortsverein

Unterbrechung der Infektionsketten: was heißt das eigentlich und wie kann das gemacht werden?

 

 

Unser Vorstandsmitglied Bernd Engesser hatte einen COVID-19 Fall im Haushalt und hat sich in diesem Zusammenhang mit den Infektionsketten beschäftigt und wie eine schnelle Unterbrechung derselben erreicht werden kann:

In Gesprächen stelle ich immer wieder fest, dass vielen nicht klar ist, was das eigentlich sein soll, die „Unterbrechung der Infektionsketten“ und was das bringen soll. Und noch weniger klar ist, welche Maßnahmen notwendig sind, um dies zu erreichen.

Ich will dies an einem einfachen Beispiel erläutern. Viele von uns sind Krimifans und können es vermutlich nachvollziehen:

Die Polizei verfolgt einen Verbrecher im Auto, sieht ihn aber noch nicht. Bei der Verfolgung kommt sie an eine Kreuzung, bei der der Verbrecher beispielsweise die Wahl hat, drei verschiedene Straßen zu benutzen.

Wenn die Polizei nicht weiß, welche Straße benutzt wurde, müsste sie ab dieser Kreuzung drei Streifenwagen haben, um alle Fahrmöglichkeiten des Verbrechers zu kontrollieren. Kann sie aber zwei der drei Wege beispielsweise wegen Überwachungskameras ausschließen und dies auch an jeder nachfolgenden Kreuzung, dann bleibt die Verfolgung einfach.

Da der Weg irgendwann eine längere Strecke ohne Kreuzungen aufweisen wird, kann die Polizei am Ende des Weges , vor der nächsten Kreuzung, andere Streifenwagen platzieren, sich also vor den Verbrecher setzen statt ihm nur hinterher zu fahren und den Verbrecher stoppen.

Bei Viren ist dies etwas komplizierter, denn diese vermehren sich an jeder „Kreuzung“. Eine „Kreuzung“ ist bei Viren die Begegnung eines Infizierten mit anderen Menschen.

Hier kommt der inzwischen als Begriff bekannte Reproduktionsfaktor (R-Faktor) ins Spiel. Dieser Faktor gibt an, wie viele weitere Menschen von einem Infizierten im Durchschnitt infiziert werden. Betrachtet werden bei SARS-COV-2 immer 4-Tageszeiträume, weil dies der Rhythmik der Vermehrung des Virus zu entsprechen scheint.

Bei SARS-COV-2, dem Erreger der Erkrankung COVID-19, liegt der Basis-Reproduktionsfaktor (also der anfänglich natürliche R-Faktor) nach derzeitigen Erkenntnissen bei etwa 2,4. Das ist auf den ersten Blick niedrig, bei Masern liegt der Basisreproduktionsfaktor beispielsweise bei 15. Allerdings wird bei Masern durch Impfungen die Verbreitung begrenzt. Potentielle „Ansteckungsopfer“ werden nicht krank, da sie bereits Antikörper haben (Die „Polizei“ hat diese Straßen also bereits gesperrt).

Bei COVID-19 dagegen gibt es weder Impfung noch eine Grundimmunisierung in der Bevölkerung. Durch Kontaktbeschränkungen kann allerdings der aktuelle Reproduktionsfaktor gesenkt werden: je weniger Begegnungen es gibt, umso weniger Menschen werden infiziert. Aktuell liegt deshalb durch den Shutdown in Deutschland der R-Faktor bei etwa 1.

In der nachfolgenden Tabelle habe ich dargestellt, wie sich die Zahl der Infizierten bei steigender Zahl von Betrachtungszeiträumen bei unterschiedlichen R-Faktoren verändert, dabei ist berücksichtigt, dass Infizierte vermutlich nur in drei 4-Tageszeiträume, also 12 Tage lang andere infizieren können, weil sie danach tot oder geheilt sind:

Zeitraum (je 4 Tage)

R-Faktor

2,40

2,00

1,50

1,10

1,00

0,75

0,50

1

3,40

3,00

2,50

2,10

2,00

1,75

1,50

2

11,56

9,00

6,25

4,41

4,00

3,06

2,25

3

39,30

27,00

15,63

9,26

8,00

5,36

3,38

4

130,23

78,00

36,56

17,35

14,00

7,63

3,56

5

431,23

225,00

85,16

32,02

24,00

10,29

3,09

6

1.426,89

648,00

197,27

57,98

40,00

12,64

1,27

7

4.721,20

1.866,00

456,60

104,42

66,00

14,50

0,00

8

15.620,85

5.373,00

1.056,35

187,25

108,00

15,09

0,00

9

51.683,99

15.471,00

2.443,60

335,25

176,00

13,76

0,00

10

171.004,37

44.547,00

5.652,41

599,61

286,00

9,57

0,00

Liegt der R-Faktor beispielsweise bei 2, dann steckt ein Infizierter in einem Zeitraum von 4 Tagen 2 weitere Personen an. Es sind dann also 3 Infizierte unterwegs. In der zweiten Zeiteinheit von 4 Tagen stecken diese jeweils wieder 2 Personen an, dann sind also bereits 9 Infizierte unterwegs. Nach dem zehnten Zeitraum sind es dann bei einem R-Faktor von 2 mehr als 44.000 Infizierte. (Von denen einige bereits verstorben und andere bereits geheilt sind)

Deutlich wird, je schneller die Kontaktkette unterbrochen wird, umso besser. (weiter nach dem Klick)

 

25.04.2020 in Ortsverein

Selbstgenähte Schutzmasken in Stegen

 

Der Verein "miteinander stegen" bietet selbstgenähte Masken an. Diese sind im Netzwerkbüro, das sich im UG des Rathauses Stegen befindet, erhältlich. Das Netzwerkbüro hat Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 11 Uhr geöffnet.

Gerne werden Spenden entgegengenommen.

Der Ortsverein wünscht allen LeserInnen und Mitgliedern Gesundheit und wir hoffen sehr, dass Corona bald Geschichte ist!

 

12.03.2020 in Ortsverein

Aktuell: Absage von Mitglederversammlung und Veranstaltungen aufgrund des Coronaviruses

 

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage werden die Veranstaltungen vom 16.3.2020 "Diskussion: Mehr Frieden für weniger Waffenexporte" in Gundelfingen und die für den 19.3.2020 geplante Diskusion zum Thema Holzbau in der Rainhofscheune in Kirchzarten, sowie die für den 20.3.2020 geplante Veranstaltung „Literatur und Musik oder Krimi meets Klassik“ in Stegen abgesagt und ggf. auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Ebenfalls bis auf Weiteres verschoben wurde die Mitgliederversammlung des Ortsvereins, die für den 13.3.2020 geplant war!

Wir bedauern dies sehr und hoffen, dass sich die Lage bald entspannt und wir Ersatztermine finden. Bis dahin wünschen wir Ihnen von Herzen, dass Sie gesund bleiben.

 

26.02.2020 in Ortsverein

Wir laden ein: Vortrag & Diskussion - Bauen mit Holz

 

Bauen mit Holz

Ökologisch. Bezahlbar. Schön.

Die SPD Dreisamtal lädt am Donnerstag den 19.03.2020 ab 19:00 Uhr in Kirchzarten-Birkenhof, in den Weißtanneraum in der Rainhofscheune, Höllentalstr. 96, 79199 Kirchzarten ein.

Holz als Baustoff für Häuser wird immer beliebter. Nicht nur wegen seinen ökologischen Eigenschaften, sondern auch wegen den Vielfältigen architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten und dem hervorragenden Wohnwert der Gebäude.

Willi Sutter von sutter³ KG und Stefan Kudermann von Holzbau Bruno Kaiser stellen die Vorteile und Möglichkeiten modernen Holzbaus vor. Ob Wohngebäude bis zu 7 Stockwerken, Wohnsiedlungen mit bezahlbaren Mietwohnungen oder Gewerbebauten, alles ist mit Holz möglich. 

Welche Bedeutung hat Holzbau in Zeiten des Klimawandels?

Welche Relevanz hat Holzbau für die regionale Wirtschafft?

Welche Ideen können im Dreisamtal realisiert werden?

Diese und viele andere Fragen können an diesem Abend besprochen werden.

Moderation: Jenny Sühr, Bewerberin für die Landtagswahl 2021 im Wahlkreis Freiburg I.

 

20.02.2020 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung für die Bewerbung der Nominierung für die Landtagswahl 2021:

 

Zwei junge Frauen wollen als Kandidatinnen der SPD im Wahlkreis 46 (Freiburg 1) bei der nächsten Landtagswahl antreten. Jennifer Sühr als Erstkandidatin und Mia Sanner als Zweitkandidatin wollen auch nach der Wahl zusammen sozialdemokratische Politik aus der Region für die Region machen.

Beide haben sich bei der Ortsvereinsvorsitzendenkonferenz ihres Wahlkreises vorgestellt und ihre Bewerbung fand dort wegen ihrer beruflichen Kompetenzen und ihrer überzeugenden Persönlichkeiten breite Zustimmung. Vor der Nominierungskonferenz im Juli werden sich beide nun den SPD-Mitgliedern in den Ortsvereinen vorstellen.

Jennifer Sühr, 35 Jahre alt, ist in der Hochschwarzwaldgemeinde Lenzkirch-Saig aufgewachsen und lebt seit neun Jahren im Dreisamtal. Zu Studienzeiten wohnte sie im Freiburger Osten und fühlt sich seither mit der Stadt Freiburg ebenso wie mit den Menschen der ländlichen Regionen sehr verbunden.

Sie arbeitet als Sozialarbeiterin in der sozialrechtlichen und psychosozialen Beratung beim Diakonischen Werk Breisgau-Hochschwarzwald. Bereits mit 18 Jahren kandidierte sie für den Gemeinderat in Lenzkirch-Saig und ist seit 2016 aktives Mitglied der SPD Dreisamtal. Ab Juli 2020 wird sie als Nachrückerin dem Kreistag Breisgau-Hochschwarzwald angehören.

Beruflich und privat ist und war sie mit vielen Bereichen konfrontiert, welche der politischen Ausrichtung der SPD entsprechen. Dazu gehört die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, kostenfreie und qualitative Kinderbetreuung und soziale Gerechtigkeit. Um Themen wie gerechte Arbeitsbedingungen und Chancengleichheit voranzubringen oder der Wohnungsnot entgegenzuwirken, möchte sie ihr Wissen und ihre Erfahrung auf Landesebene einbringen.

Mia Sanner ist 33 Jahre alt und lebt seit vier Jahren mit ihrem Lebenspartner und ihren zwei Kindern in ihrer Wahlheimat Löffingen im Hochschwarzwald. Schon 2004 trat die gebürtige Hessin in die SPD ein und hat sich seither vielfältig kommunalpolitisch engagiert. So war sie in Schleswig-Holstein in Ratsversammlung und Kreistag ihres damaligen Wohnortes tätig und setzte sich dort für die soziale Gerechtigkeit bei alltäglichen Themen vor Ort ein.

Derzeit ist Mia Sanner in Freiburg im letzten Studienjahr zur Schauspielerin. Die Kulturpolitik ist daher für sie eines der Themen, die sie besonders interessiert. Als gelernte Steuerfachangestellte ist sie jedoch ebenso in Finanzthemen bewandert. Erfahrungen in den Bereichen Energie, Klima und Bildung runden ihr Profil ab.

Zukunftsorientierte Politik bedeutet für Jennifer Sühr und Mia Sanner, dass bedarfsorientiert in die öffentliche Daseinsvorsorge investiert wird und dies nicht auf Kosten der Kommunen im Land. Das Zusammenleben der verschiedenen Generationen und Nationalitäten positiv zu gestalten steht für sie dabei im Vordergrund.

Ein weiterer Themenkomplex bildet die Vereinbarung von Ökologie und Sozialdemokratie: In Zeiten knapper werdenden Ressourcen und zunehmender Polarisierung ist es unerlässlich, die Solidarität zwischen den Menschen zu unterstützen und bspw. Vereine weiter zu fördern. Für beide Kandidatinnen ist ein nachhaltiges Denken und Handeln im sozialen, ökologischen und ökonomischen Sinne auf politischer Ebene selbstverständlich unerlässlich.

 

 

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